Sommerliche Verhältnisse am Herbstpreis 2026 im Zürcher Seebecken

Einiges war anders in diesem Jahr an der traditionellen Herbstpreis-Regatta im Zürcher Seebecken: statt an zwei Wochenenden fanden die Rennen an drei Tagen hintereinander statt. Zudem führte der historisch tiefe Wasserstand dazu, dass nur wenige Bojen beim Zürcher Yachtclub zugänglich waren. Das Skippermeeting fand deshalb per Staffapp statt. Man traf sich direkt auf dem Wasser. Zum Glück blieb aber das Wichtigste unverändert: mit 13 Lacustre waren genügend Boote am Start, Sascha und sein Rennteam haben alles gegeben, um möglichst faire Rennverhältnisse zu gewährleisten und wir konnten uns einmal mehr kulinarisch verwöhnen lassen von Silke und ihrer Crew im wunderschönen Clubhaus. Das Dreamteam Sacha / Silke mit all ihren Helferinnen und Helfern hat den ZYC wiederum als grosszügigen und perfekten Gastgeber präsentiert (leider war Silke zum letzten Mal dabei. Wir wünschen ihr alles Gute für die Zukunft!). Dazu kam, dass sich Zürich für die Gäste von Bodensee und Rapperswil in bester Wetterlaune mit perfekter Sicht auf das Alpenpanorama präsentierte.

Sportlich hatten es die Läufe in sich. Der Wind blies am Freitag von Westen ungewohnt konstant, am Samstag von Süden ungewohnt inkonstant und am Sonntag dann aus allen Richtungen schwach, was uns über die drei Tage dank mutig abgefeuerten Startschüssen fünf Läufe ermöglichte. Letztlich konnten sich die Favoriten über alle Läufe durchsetzen. Wer hätte nicht auf die Skipper Charly und Reto auf dem Podest gewettet? Skipper Erich Buck, unser prominenter Gast vom Bodensee, holte sich souverän den ersten Rang. Für seine Spitzensportlerqualitäten spielt es bekanntlich keine Rolle welchen Aggregatszustand das Wasser hat. Herzliche Gratulation!

Aber auch das gut gelaunte präsidiale Schiff (siehe Fotobeweis) und alle anderen Crews kamen auf ihre Rechnung ganz nach dem Motto: sportlich Segeln, fachsimpeln und geniessen – was willst du mehr.

Stellt sich noch die Frage, ob sich der drei-Tage-Modus bewährt hat. In diesem Jahr war der Freitag wind- und kabbelwellen-technisch sicher ein Plus für alle, die sich den Tag freinehmen konnten. Wir sind gespannt, wie es im nächsten Jahr weitergeht, wenn voraussichtlich wieder einiges anders sein wird – nicht zuletzt wegen der SM anfangs September auf dem Bodensee. Auf jeden Fall: Ein grosses Dankeschön an alle, die mit grossem Effort und allen Hindernissen zum Trotz den Herbstpreis in diesem Jahr möglich machten!

Barbara und Peter, 112

Die im Seebecken verteilten Bootsplätze (Wasserstand!) bescherten einigen Crews neue Gastroerlebnisse.

Der Südwind – für einmal ungewohnt inkonstant