Woanders als im Clubhaus des Yacht Club Kreuzlingen kann eine Far Niente glücklicher beginnen, in diesem Haus, in dem Lacustre – Geschichte geschrieben wurde, Wie immer war die Terrasse mit der Flaggengala geschmückt.

Auf der Wiese gab es die Begrüßung durch Ernst und Jeanette.

Dem Apero auf der Wiese folgte das gemütliche Essen auf der Terrasse.

12 Boote waren gekommen, zwei vom Zürchersee. Zum Frühstück waren alle von Jeanette und Ernst geladen. Danach ging es am Montag bei wechselnden Winden unter beträchtlicher Hitze nach Wallhausen, wo wir nach dem obligatorischen Apero im Restaurant Ufer 39 köstlich mit Fisch bewirtet wurden. Aber auch in Wallhausen wurden wir wie in den folgenden Tagen mit dem niedrigen Wasserstand konfrontiert. Manchmal reichte die Länge der Leitern nicht mehr aus, um gefahrlos auf die Boote zu gelangen. Das galt es zu berücksichtigen, wenn man entscheiden mußte, wie viel Wein man braucht, um einen Fisch würdig zu verspeisen. Das nächste Ziel war, nach einigen Badepausen, Bodman, wo wir von unserem Segelfreund Rolf Reinhardt empfangen wurden. Bei Sonnenschein und Platzregen und nach einem Essen mit feiner mediterraner Kost schaukelte sich der Abend zu einem unvergesslichen Abend mit nicht versiegenden Klängen aus Trompete, Gitarre, Bass und Saxofon hoch. Es klang wie in den Straßen von New Orleans an den Ufern des Mississippi. Norbert Blank an der Trompete war mit seinen Mannen erschienen und versetzte uns in einen musikalischen Rausch.

Beschwingt ging es danach ins benachbarte Ludwigshafen, es gab schöne Winde, eine Regatta war möglich. Die Regatten waren nötig, um eine Rangliste zu erstellen, der erste bekommt immer einen großen Fender, den er am nächsten mitschleppen mußte, um am nächsten Tag nicht zu schnell zu segeln, der letzte bekommt Putzmittel, um die Außenhaut zu glätten, damit es am nächsten Tag wieder etwas besser läuft. Trotz niedrigem Wasser erklommen wir in Ludwigshafen erfolgreich den hohen Steg, wo nicht nur ein Kühlschrank mit den nötigen Getränken stand, sondern auch ein Grill, auf dem Köstlichkeiten bereitet wurden und uns in einen wunderbaren Abend gleiten ließ. Bei schönen Winden ging es am Donnerstag noch Überlingen, wo abends im Clubhaus des BYCÜ der Galaabend in weißer Garderobe stattfand.

Gestärkt durch ein wunderbares Frühstück, das uns Rainer und Monika Bederke offerierten, starteten wir in Richtung Haltnau, wo diese traumhaftschöne Far Niente ihren Abschluß fand. Da die Vorräte erschöpft waren, wurde in Windeseile aus dem nahen Zelt der Haltnau die nötigen Mengen an Pinsa besorgt und die Tische aufgestellt. Das organisatorische Talent der Lacustre-Segler kam Vorschein, als in Windeseile zwei Espresso-Maschinen installiert und ein Kommando nach Meersburg zur Beschaffung von Vanilleeis entsandt wurden. Fertig war der Affogato.

In seligtrunkener Atmosphäre und glücklich nahmen wir Abschied voneinander in der Hoffnung, uns auf der Far Niente 2027 im mittleren Obersee wiederzusehen…

Wolfi Simon, Scirocco 55