Nun dieses Jahr ist wirklich speziell. Langwährende Bisenlagen mit sehr hohen Temperaturen und praktisch kein Niederschlag prägten diesen Sommer. Eigentlich ideal zum Segeln, doch ich muss gestehen, es war mir einfach zu heiss.
Nun da kam uns die Mini Far Niente so richtig gelegen. Es war noch immer warmes und trockenes Wetter angesagt. So richtig für das Plauschsegeln. Nur den Pegelstand haben wir bei unseren Ueberlegungen nicht einkalkuliert. Natürlich hatten wir gelesen, dass die Fähre keine Porsche’s und Ferarri’s mehr über den See schippert und dass die ZSG einige Kurse eingestellt hat. Doch ganz erstaunt mussten wir auf einem e-mail des Yachtclub Zürich lesen, dass das Old Fashion Race, das als krönender Abschluss der Mini-Far-Niente dient, nicht ausgerichtet werden konnte, da der Pegel des Zürichsee zu tief war und es keine Liegeplätze mit genügend Tiefgang beim Yacht Club Zürich gab.
Aufgrund dieser Fakten wurde hin und her diskutiert, ob und wie die Mini-Far-Niente durchgeführt werden soll. Die Rapperswiler haben dann entschieden, die Mini-Far-Niente nur im oberen Zürichsee durchzuführen und abzukürzen (Mittwoch – Freitag).
Am Mittwoch mittags trafen sich fünf unentwegte Lacustriers mit ihren Booten im Hafen Stäfa und liessen es sich bei Fisch-Chnusperli und Weisswein gut gehen. Übernachtet wurde dann im Hafen Rapperswil mit einem fantastischen Nachtessen Thai-Style in der Himmapan Lodge. Nach einem Absacker im Yachtclub Rapperswil ging’s zur vermeintlichen Bettruhe. Doch ein Gewitter brachte Hagel mit und der Lacustre verhält sich mit diesem Naturphänomen wie ein Klanginstrument. Es tönt gewaltig im Bootsinnern.
Am Freitagmorgen sehr reichhaltiges Frühstück im Yachtclub Rapperswil und dann unter Segel Richtung Walenseeli (Bächau). Lazy, hazy Nachmittag mit Schwimmen und Relaxen.
Auf den Apero – gestiftet von Steve Roffler, Lacustre-Bootsbauer -, gesellten sich der Gastgeber – Martin Bunjes, Präsident des SCE sowie unsere Lacustre-Präsidentin, Regula Lüscher – zu uns. Zum guten Glück konnten wir das Zelt benutzen, welches für die Regatten der Onyx und Esse’s gedacht waren, benutzen. Während des Essens und die ganze Nacht regnete es wie aus Kübeln. Aber das tat unserer guten Laune keinen Abbruch.
Am Freitag nochmals Frühstück und dann vor dem grossen Gewitterregen ab nach Hause.
Danken möchte ich Jürg Bolliger für die sehr gute Organisation. Und ganz speziell Barbara und Sarah Schnyder für die tolle Bewirtung im Yachtclub Rapperswil und für das tolle Nachtessen im Walenseeli/Bächau. Wir wurden nach Strich und Faden verwöhnt. Sarah als Grillmeisterin hat Ihr Bestes gegeben. Auch herzlichen Dank an Steve Roffler für den Apero.
Diesen Anlass werden wir in zwei Jahren wieder durchführen und wünschen uns ausdrücklich, dass auch vermehrt junge und jüngere Segler daran teilnehmen.
Kaspar Wälti
Lacustre 240