Die Lacustre-Saison ist in vollem Gang. Die ersten Regatten sind bereits gesegelt, weitere stehen bevor. Bereits im dritten Jahr trafen sich die Lacustre-Crews im unteren Seebecken unter der Leitung von Fabian Meier zum gemeinsamen Training. Durchschnittlich fünf Boote kämpften an sechs Trainingsabenden um gute Starts, schnelle Wenden und saubere Manöver. Geschenkt wurde sich nichts. Um jeden Meter wurde gekämpft. An der Leetonne ging es zeitweise ähnlich hektisch und laut zu wie an einer Regatta. Wer glaubte, ein Trainingsabend sei einfach ein gemütlicher Feierabend auf dem See, kennt die Zürcher Lacustre-Segler nicht und wurde eines Besseren belehrt. Zum Abschlusstraining zeigte sich der Zürichsee von seiner besten Seite. Sieben Boote, bis zu vier Beaufort und strahlender Sonnenschein verlangten den Crews nochmals alles ab. Nach getaner Arbeit verlagerte sich das Geschehen an Land. Im Clubhaus des SCE sorgte die Crew der 38 für Grill, Getränke und beste Stimmung. Obwohl sie selbstverständlich mittrainiert hatte, merkte man den vielen frischen Salaten und der Guacamole nichts an. Ganz wie auf dem Wasser: Urs Keller und seine Crew lassen auch an Land nichts anbrennen.

Regula Lüscher, Präsidentin der Flotte Zürichsee und mit der 157 ebenfalls Teil der Trainingsgruppe, zog ein launiges Fazit: „Die Trainings bewähren sich.“ Und mit einem Augenzwinkern ergänzte sie: „wir hören erst damit auf, wenn wir die Rapperswiler schlagen.“ Damit war allen klar, dass mindestens ein weiteres Trainingsjahr vor uns liegt. Martin Bunjes hat bereits zugesagt, die Trainings auch im nächsten Jahr wieder zu organisieren. Für den kulinarischen Abschluss hat sich die Crew der 112 mit Peter Geiger schon jetzt freiwillig gemeldet. An der Leetonne wird es also auch nächstes Jahr kaum leiser werden.

Martin Bunjes