Mit der Distanzfahrt Züri – Rappi eröffneten wir die Regattasaison 2026
Die Regattaanmeldungen waren mit 70 Booten gut und davon 12 Lacustre sehr gut.
Für das Pfingstwochenende war ein grosses stabiles Hochdruckgebiet angesagt, mit für die Jahreszeit schon sehr hohen Temperaturen.
Und so hat sich auch der Wind darauf eingestellt, von wenig bis Flaute zum Rosenwind in der Bucht von Rapperswil.
Beim Start um 10.10 Uhr in Zürich hatten wir einen leichten Südwind und konnten mit einer Kreuz starten. Das war bei uns dann schon das Kreuz, wir waren zu früh und mussten um das Startboot nochmals Anlauf nehmen. Die weitere Kurswahl war unsicher und anspruchsvoll. Keine Seite zeigte klare Vorteile, so überquerten wir einige male den See. Im unteren Teil kann das ja gut gehen, da ist der Zürichsee doch eher ein Fluss. Das Zwischenziel in Meilen brachte dann alle wieder ans rechte Ufer.
Auf der Höhe von Männedorf herrschte völlige Flaute. Quer über den See reihten sich die Boote auf, mit dabei etwa 8 Lacustre. Jeder suchte nach neuem Wind, der war aber nirgends auszumachen und fortbewegen konntest du dich ja kaum, du warst ja in der Flaute.

ZRH-Rapperswil_2026
Irgendwie ging es weiter, die vordersten Boote im Feld konnten den Geni ziehen und wir wussten da vorne geht es auch für uns weiter. Einige versuchten mit dem ersten Hauch Wind den Aussenbogen am linken Ufer, wir hungerten uns durch ans rechte Ufer und hofften auf den uns bekannten Wind in der Rappi Bucht. So kam es auch, unter Spi konnten wir zügig zur Rundungsboje in die Bucht segeln. Aber wir waren da nicht alleine, Sui 157 Regula Lüscher sahen wir noch die Boje runden und knapp vor der Boje konnte Sui 189 vor uns hin halsen, von hinten wurden wir mächtig von den nächsten, gleich mehreren Lacustre bedrängt. Das runden der Wendeboje war nicht ganz ohne, da sie direkt hinter einer Untiefe in der Bucht gesetzt war. Zum Glück schimmerte sie im klaren Wasser und war gut sichtbar. Andreas von Arx meinte, Sorry, er habe die Boje selbst gelegt und keine Kenntnis von der Untiefe gehabt.
Da war aber zuvorderst noch ein Lacustre den niemand auf dem Radar hatte Sui 74 Beat Widmer, neues Mitglied in der Flotte und an seiner ersten Regatta bei uns, und er gewann die Distanzfahrt. Beat sagte uns am Abend, ich weiss auch nicht wie, aber der Vorschoter sagte immer, wenden! Herzliche Gratulation. Bei uns Sui 108 Mashur blieb der vierte Rang, und somit der Schreiberling.
Der ZSC organisierte am Abend einen schönen Seglerabend in der Villa Sunneschy im Kehlhof in Stäfa. Ein schöner Grillabend im Garten, mit Live Musik und der Preisverteilung. Nur Schade dass von den 200 Seglern zu wenige kamen. Der ZSC hätte an dieser Traditionsregatta eine bessere Wertschätzung verdient.
Rangliste: 1. Sui 74 Beat Widmer ZYC
2. Sui 157 Regula Lüscher SCE
3. Sui 189 Urban Antes ZSC
Hier gehts zur kompletten Ergebnisliste
Charly Nauer
Mashur 108