Herbstpreis II im Zürcher Yacht Club. Die Bauernregel oder vielmehr die Seglerregel für die Herbstpreise besagt: Ein Wochenende Flaute, ein Wochenende sehr viel Wind. In diesem Sinne rechneten die Lacustre Seglerinnen und Segler am Herbstpreis II mit viel Wind. Wir waren bereit, 12 Boote waren bereit, der Zürcher Yacht-Club war bereit, das Regattakomitee war bereit.

Nun leben wir aktuell sowieso in Zeiten in denen Gewissheiten nicht mehr gelten. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass auch diese Seglerinnenregel nicht mehr gilt. Zwei Tage, kein Lauf so das ernüchternde Ergebnis. Dafür viele Gespräche über vergangene Regatten, über Robo-Bojen welche machen was sie wollen, viele Spiele und auch ab und an Langeweile.

Etwas aber war auf hohem Niveau stabil: die Gastfreundschaft des ZYC und jene von Silke. Vielen Dank dafür und vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer sowie die Regattaleitung, die trotz Flaute durchgehalten haben.

Damit ist die Saison nun leider zu Ende ohne, dass gesegelt werden konnte. Schade. Gleichzeitig können sich alle wie Siegerinnen und Sieger fühlen: denn eines ist klar, an diesem Wochenende wäre er allen gelungen: DER Lauf, der einem in der Rangliste nach vorne katapultiert hätte. Die Quintessenz des Jahres, der Lauf der Läufe, konnte nicht gezeigt werden. Wir wären bereit gewesen, wir sind es auch nächstes Jahr und freuen uns darauf!

Martin Bunjes, 157