Bericht 3. Mini Far Niente Zürichsee 17. – 19.8.2022

Von Martin Pfeiffer, Vizeobmann Lacustre Flotte Zürichsee

 

Am Mittwoch, 17. August, machten vier Lacustre um die Mittagszeit am Holzsteg der Insel Ufenau zum Auftakt der dritten Mini Far Niente fest. Insgesamt sechs Segler- und Seglerinnen genossen bei schönstem Wetter ein feines Mittagessen mit Fischknusperli, gutem Wein und Einsiedler Bier in der Inselwirtschaft. Die Wetteraussichten für die kommende drei Tage wurden natürlich ausführlich erörtert, da die Prognose eher durchwachsen war: schwül-warm mit zunehmender Gewitterneigung am Mittwoch und Donnerstag sowie Abkühlung und Regen am Freitag.

Gut gestärkt traten wir die erste Etappe an, die uns von der Westseite der Insel Ufenau über die Kempratener Bucht zur Bächau führen sollte. Bei leichten Winden gaben die Crews ihr Bestes, um jedes Lüftchen zu nutzen. Urs Rüegsegger mit seiner „Sirène“ hat diese Herausforderung am besten gemeistert und als erster die Bächau erreicht. Kurz vor dem Ziel verliess die anderen dann allerdings der Wind, so dass auf den letzten Metern noch Motorunterstützung gefragt war.

Auf der kleinen, malerisch gelegenen Halbinsel des Segelclubs Enge in der Bächau stiessen nun weitere Teilnehmende und Boote dazu und die gut gelaunte Runde wuchs auf 11 Personen an. Wir wurden von Urs Keller vom SCE mit einem feinen Apéro mit anschliessendem Nachessen verwöhnt, wobei es zu schmackhaften Grilladen feine Salate und ausgezeichneten Wein gab. Dermassen gut verpflegt liessen wir den Abend in geselliger Runde im Clubhaus ausklingen.

Nach einem zünftigen Frühstück machten sich am nächsten Morgen sechs Lacustre voller Tatendrang an die zweite und längste Etappe. Diese führte uns von der Bächau über die Stäfner Steine Richtung Meilen und dann weiter nach Herrliberg. Nach einem sehr disziplinierten Start (wobei eine Trillerpfeife den üblichen Startschuss ersetzte) trugen uns leichte aber recht konstante Winde westwärts. Nun war natürlich Windgespür und die richtige Taktik gefragt, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten. Auf der Höhe von Meilen spürte Steuerfrau Regula Lüscher auf „Le Cabanon“ dicht unter Land einen Windhauch, den sie so konsequent aussegelte, dass sie auf Grund lief und nur durch den selbstlosen Einsatz von Urs Keller’s „Mephisto“ mit Motorkraft wieder freigeschleppt werden konnte. Weitere Havarien konnten vermieden werden und so erreichten alle Boote vor dem grossen Regen das Clubhaus des SYH vor Herrliberg. Mit den Bedingungen kam Karl Nauer auf der „Mashur“ am besten zurecht und erreichte (einhand !) als erster das Ziel.

Im gemütlichen Clubhaus wurde die mittlerweile auf 13 Personen angewachsene Gruppe von Andreas Keller, dem Ex-Präsidenten der Zürichseeflotte, freundlich begrüsst. Bei knisterndem Kaminfeuer servierte Xavi Speckert (ein Lacustre segelnder Caterer) uns ein leckeres italienisches Nachtessen mit Vitello Tonnato und Lasagne.

Das Wetter am Freitagmorgen war alles andere als einladend: strömender Regen und böiger Wind. Trotzdem machten sich nach einem schmackhaften Frühstück vier Crews auf den Weg nach Zürich zur letzten Etappe. Der Wind zeigte sich von seiner launischen Seite und bot neben knackigen Böen auch viele Dreher und immer wieder kurze Flauten. Werner Frei mit seiner „Sayva“ hatte bei diesen Bedingungen den besten Riecher, fand immer die richtige Seite und erreichte den ZYC vor allen anderen. Chapeaux Werner – und das einhand!

Im Zürcher Yachtclub wurden wir bei aufklarendem Wetter freundlich begrüsst und mit einem feinen Apéro bewirtet. Auch diejenigen Crews, welche die letzte Etappe nicht mehr ganz gesegelt sind, erschienen erfreulicherweise zum Apéro und so fand die Mini Far Niente 2022 eine würdigen Abschluss im schönen Clubhaus des ZYC.