Herbstpreis I – ZYC

Anspruchsvolle Bedingungen und Charly Nauer mit Crew Martin Nauer und Felix Weilenmann gewinnt souverän

Der Züricher Yacht Club hat zum 1. Herbstpreis geladen und 12 Lacustre vom Zürichsee sind angetreten. Gäste vom Bodensee gab´s dieses Jahr leider keine – lag wohl auch an der Terminüberschneidung mit der Bodenseemeisterschaft. Eine bessere Abstimmung wäre hilfreich – wahrscheinlich aber anspruchsvoll in der Umsetzung.

Die Wetterlage war schwierig einzuschätzen, auch von den Zürichsee Veteranen. Am Samstag gab´s anfänglich Hoffnung auf einige Läufe,  um am Sonntag der drohenden Störung mit „Vielwind“  aus Süd, die für den späteren Nachmittag/Abend vorhergesagt war auszuweichen.

Nach dem sogar schon für mich obligatorischen Abwarten am ZYC Steg bewegte sich unser Feld gemächlich zum möglichen Startgebiet – um jedwede stabile Windoption zu nutzen. Zu mehr als zum Auslegen einer Startlinie hat´s dann aber nicht gereicht. Mit Motor oder Schlepp nach 3-4 Stunden Warten auf dem Wasser zum Hafenbier. So kurz nach 17:00 Uhr – baute sich segelbarer Wind auf – schön anzusehen vom Steg mit einem Glas Bier in der Hand. Ein wie immer fabelhaftes Nachtessen im ZYC, mit toller Sicht und eigenem Lacustre-Tisch, für die meisten mit Rioja – laut Sacha der einzige trinkbare Rote des ZYC – dafür aber günstig.

Am Sonntag pünktlich um 9:00 Skipper Meeting, mit schon Wind und Aussicht auf noch mehr und „Vielwind“. Fast alle wechselten schon im Hafen auf Fock.

5 Wettfahrten am Sonntag bei SW, mit entsprechend kurzen Bahnen. Wechselnd, böig, drehend – unberechenbar – zwischen 1 und 4 vielleicht mal 5 Windstärken – auf jeden Fall taktisch und seglerisch anspruchsvoll. Fock statt Genua das war notwendig – manchmal ohne Spinacker besser und schneller als mit Manöver. Manchmal kurz auch kein Wind oder 360 grad Dreher.

Aber Charly Nauer zusammen mit seinem Sohn Martin und Felix Weilemann gewinnt – Souverän mit 1-(6)-3-1-1 und 6 Punkten.

Danach sehr, sehr eng – gerade mal 2 Punkte trennen den Zweiten Reto Wettstein mit Crew Lukas Purtschert, Thomas Inglin, 12 Punkte (5)-5-1-4-2 vom Fünften – Walter Müller und Crew Stacy Müller, Daniel Straub 14 Punkte.

Florian Marty mit Crew Jens Selige, Christian Schneider werden knapp dahinter Dritter mit 13 Punkten (7)-1-4-2-6. Andreas Keller mit seiner Crew Gallus Waldvogel, Ronald Widmer punktgleich Vierter. Der Zieleinlauf der letzten Wettfahrt – waren zumindest für Andreas und Florian eine wirklich enge  Entscheidung. In der letzten Wettfahrt kurz vorm Ziel wären für beide einige Sekunden und damit auch ein paar Plätze besser drin gewesen. Auf den letzten Metern hat ein Dreher, eine Böe oder ein Mannöver von Andreas und Florian über Rang zwei, drei und vier in der Gesamtwertung entschieden. Nur Charly war aussen vor.

Zum Verlauf und Ausgang der anderen Wettfahrten kann ich leider nicht allzuviel viel berichten. Bootshandling und die wechselnden Bedingungen. Meine Crew und ich konnten dem hektischen Geschehen um uns herum kaum folgen.

Es war ein wunderbarer Segel-Tag, viele Wettfahrten, aufregend, mit Wind, Wolken und Sonne – warm wie im Sommer.

Ein toller Gastgeber und eine effiziente Regattaleitung.

Georg

Lacustre 262 – Claudia

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