Entscheidungen der Generalversammlung zu den technischen Vorschriften

Die GV hat die kontroversen Punkte wie folgt entschieden:
 
Abstimmung 1:  Umfang der teilweisen Neuvermessung
 
1.5 Gewährleistung bei Altbauten
 
1.5.1.  Rumpf, Deck und Deckaufbauten der LACUSTRE, welche auf der Grundlage früherer Versionen der TV gebaut wurden, werden unter Anwendung der zum Zeitpunkt der Erstvermessung gültigen Bau- und Vermessungsvorschriften nachvermessen.
 
1.5.2.  Auf die ab 1996 vorgeschriebene Überprüfung der Rumpfform mittels Schablone und den Schwingtest kann im Normalfall verzichtet werden.
 
1.5.3 Ausgenommen von der Gewährleistung sind das Rigg, die Segel, das Ruderblatt und
alle Beschläge. Diese Teile werden auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Neu- oder
Teilvermessung gültigen TV vermessen.
 
Abstimmung 2:  Vortrimmen des Mastes auf Vorwindkursen
 
4.8.4.  Auf Vorwindkursen darf der Mast durch fieren von Achterstag und Backstagen maximal bis in die Senkrechte nach vorne getrimmt werden. Er darf in dieser Position unter Zuhilfenahme von unter 4.8.3 erlaubten Vorrichtungen oder einer speziell dafür vorgesehenen Leine nach vorne stabilisiert werden.
 
4.8.4. Das Schliessen der Vorluke muss aus Sicherheitsgründen jederzeit sofort möglich sein.
 
4.8.6.    Mastpuller bzw. Mastpusher sind verboten.
 
Abstimmung 3:  Anzahl der Vorsegel
 
9.1  Beschränkung
 
9.1.1  Während Klassenregatten sind folgende Segel erlaubt:

  • 1 Grossegel
  • 1 Genua
  • 1 Fock
  • 2 Spinnaker

 
Abstimmung 4:  Vorsegel Dimensionen und Segellatten
 
5.3.1  Die Genua hat eine Unterliekslänge von maximal 5’500mm, die Fock maximal
2’800mm. Die Fock darf maximal drei Segellatten aufweisen, wobei die innere Länge der Segellattentaschen 400mm nicht überschreiten darf.
 
Abstimmung 5:  Holzmast
 
4.1.1.  Als Mast sind ausschliesslich ein Alu-Mast gemäss Plan Nr. 13 oder ein Holzmast gemäss Plan Nr. 6 (Signiert von Henri Copponex im Dez. 1966) zulässig. Der Neubau eines Holzmastes darf nur mit vorgängiger, schriftlicher Zustimmung der Technischen Kommission und der Vermessungskommission von SWISS SAILING erfolgen.
 
4.1.4.  Der Holzmast gemäss Plan Nr. 6 ist hohl bei einer Länge von 11’450mm und die Hauptachsen des grössten Querschnitts weisen eine Länge von 150mm respektive 114mm auf. Die Toleranzen für die im Plan Nr. 6 aufgeführten Querschnittsmasse betragen 0/+5mm. Das Mastliek des Grossegels wird in einer Hohlnut geführt. Neubauten von Holzmasten sind nur nach Bewilligung gemäss Ziff. 4.1.1. und Ziff. 3.4 «Abweichende Baumethoden» zulässig. Weiterentwicklungen und Optimierungen sind nicht gestattet.
 
4.1.5  Die Anpassung des Mastfusses auf den Mastfuss des Alu-Einheitsmastes ist genehmigungsfähig. Für die Umlenkung der Fallen ins Cockpit (Rollenhöhe und Winkel) können ebenfalls die Vorgaben des Alu-Einheitsmastes verwendet werden.
 
4.1.6 Jumpstage dürfen bis auf eine von Deck erreichbare Höhe geführt aber nicht mit Schnelltrimmeinrichtungen versehen werden – nur einfache schraubbare Wantenspanner werden zugelassen.
 
4.1.7 Als Material für Salinge sind Holz und dieselben Materialien wie beim Alu-Einheitsmastes inkl. Ausführungen in Chromstahl zulässig.
 
Die revidierten technischen Vorschriften 2010 wurden mit den oben aufgeführten Entscheidungen bewilligt. Hier der Text als PDF Datei

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