Distanzfahrt Zürich – Rapperswil vom Zürcher Segel Club am 19. Mai 2018

Die Ausschreibung war vielversprechend: d‘ Distanzi – wo alles drin isch Vor genau 100 Jahren – 19. Mai 1918 –  wurde zur ersten Pfingstfahrt nach Rapperswil gestartet und seitdem  gehört die „Distanzi“ zu den spektakulärsten Segler Events am Zürichsee.

Die Distanzfahrt zählt zum Zürcher Langstreckencup und wurde dieses Jahr auch für Yardstick Boote geöffnet. Diese Neuerung brachte dann doch ung. 20% mehr Teilnehmer, so dass wieder ein Feld von 120 Booten  eingeteilt in 8 Gruppen an der Regatta teilnahmen. Auch wurde neu eine Bahnabkürzung von Zürich bis zur Au vorgesehen, signalisiert mit der Flagge S vor dem Start. Die diesjährige „Distanzi“ wurde dann auch abgekürzt durchgeführt.

Leider waren in der ZSV Info Broschüre sowie im Internet die Segelanweisungen von 2017 vorhanden und die neuen gültigen Anweisungen nicht auf Anhieb zu finden. Was dann mehrere Segler dazu verleitete, ohne das neue Ziel, unter der Au zu sehen, nach Rapperswil zu segel und dort nach einem Ziel zu suchen.

Die Geschichte der Regatta ist dann eher rasch erzählt. Es herrschte sonniges warmes Frühlingswetter mit kaum zu erwartendem Wind. Um 10.00 Uhr erfolgte ein flauer Start mit wenig bis fast keinem Wind. Die 10 teilnehmenden Lacustre hatten sich auf der ganzen Startlinie verteilt. Schon bald nach dem Start machte sich am rechten Ufer ein Lüftlein bemerkbar. Wer es dann in diesen schmalen Uferbereich schaffte konnte mit dem Spi bis zu Au hoch segeln. Bei den Lacustre führten 262 Georg Geyer und 97 Walter Müller das Feld an gefolgt von 240 Kaspar Wälti und in gebürendem Abstand 108 Charly Nauer.  Walter gelang es aber noch die Lacustre Klasse zu gewinnen. Etwas langweilig wurde es schon, kein Angriff keine Verteidigung keine Flaute, nur so segeln bis zu den Wendebojen unter der Au und ins Ziel.

Dafür gab es nachher einen schönen Segeltag. Ung. 30 Boote segelten für die Pfingstregatten nach Rapperswil. Nach der üblichen Schwachwindzone von Meilen bis Stäfa wurden wir mit den schönsten Windverhältnissen bis nach Rapperswil verwöhnt.

Ja leider wurde die traditionsreiche Distanzfahrt mit der Bahnabkürzung durchgeführt. Das wurde stark und emotional besprochen. Die grosse Meinung geht in die Richtung, Distanzfahrt von Zürich nach Rapperswil mit einem Zwischenziel um auch eine Flautenregatta abzufangen. Ich denke das letzte Wort ist noch nicht gefallen.

MASHUR Lacustre 108

Anbei die Rangliste

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